Sie waren etwas kleiner als die Hündin, die mir vorauseilte, hatten jedoch gewaltige Brustkörbe. Ihre Fangzähne waren wesentlich größer als die gewöhnlicher Hunde. Ihr Fell war von einer undefinierbaren Färbung, in der alle Farben des Waldes enthalten zu sein schienen„Was hast du dabei, Zabaia?“ „Ich habe ihn gefunden.“ Die beiden begutachteten mich. „Das soll er sein? Er wirkt sehr unscheinbar.“ „Zabaia knurrte: „Was wollt ihr? Euch in meine Aufgaben einmischen? Lasst mich durch! Kümmert euch um eueren Dienst.“ Langsam und lautlos zogen die beiden sich zurück. Nach wenigen Sekunden waren sie wieder völlig mit dem sie umgebenden Blattwerk verschmolzen. Nur kurze Zeit später kamen wir zu einem hohen Felsen, der einen torähnlichen, etwa menschenhohen Eingang hatte.Ich bemerkte die Anspannung, die von Zabaia Besitz ergriffen hatte. Mit gesträubtem Nackenfell durchquerte sie den Einlass. Ich schlich ängstlich hinter ihr drein. Nach einigen Schritten kamen wir auf eine Lichtung. Meine Führerin blieb sofort stehen und sah sich witternd um. Ich setzte mich hinter sie und blickte vorsichtig um mich. Was ich nun sah, überraschte mich mehr als alles andere, das ich in diesem Traum erlebt hatte. Wie selbstverständlich hatte ich erwartet, auch hier nur auf Hunde zu treffen. Doch die Wesen, die ich vorfand, waren nur zum Teil hundeähnlich. Ich konnte andere Vierbeiner erkennen, die die Gestalt von großen Wieseln hatten, ich erblickte katzen- und vogelähnliche Lebewesen, ich sah große Säugetiere, die ich nicht kannte und ich erspähte auch Kreaturen, die sich auf zwei Beinen fortbewegten und Ähnlichkeit mit Menschen hatten. Die rege Geschäftigkeit, die noch bei unserem Eintritt geherrscht hatte, erstarrte langsam. Immer mehr der Geschöpfe beendeten ihre Tätigkeit und sahen zu uns. Einige bewegten sich schnüffelnd auf uns zu. Langsam bildete sich ein Halbkreis um uns. Es war totenstill. Man hätte einen Floh springen hören. Plötzlich kam Bewegung in die Menge.
Mittwoch, 24. Februar 2010
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